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Press Reviews - Feedback

March 2012 Christof Jetzschke, Klassik-heute 02.03.2012

"Vor kurzem hatte ich das große Glück, eine wahrhaft grandiose, wenn nicht gar wegweisende Bruckner-Einspielung besprechen zu dürfen: die Aufnahme der „nullten" und ersten Sinfonie mit Mario Venzago und der Tapiola Sinfonietta. Unwiderstehlich war die kammermusikalische Durchsichtigkeit dieser Bruckner-Deutung, mit der Venzago fernab jeglichem Pathos und Weihevollen der Klangsinnlichkeit, dem Dramatischen und Vergeistigten unter besonderer Betonung des Motorischen eine so noch nicht erlebte Frische und Lebendigkeit einhauchte...."
[10 von 10 Punkten]

November 2011 Peter Hagmann, Neue Zürcher Zeitung 4.11.2011

"Zur Musik von Anton Bruckner hat der Dirigent Mario Venzago ganz eigene Ansichten. Das war Anfang dieses Jahres in Bern zu hören, wo er mit dem Symphonieorchester, dem er als Chef vorsteht, Bruckners Sechste erarbeitet und seinem Publikum ungewohnte Hörerfahrungen bereitet hat. Es ist aber auch auf einer neuen CD mit den Sinfonien vier und sieben zu erfahren – die Venzago nun aber nicht mit den Bernern, sondern mit dem Sinfonieorchester Basel eingespielt hat.

Zu den ganz eigenen Ansichten gehört, dass Venzago eine bei cpo geplante Gesamtaufnahme mit verschiedenen Orchestern bestreiten will – in der Überzeugung, dass Bruckner eben nicht zehnmal die gleiche Sinfonie komponiert habe, sondern zehn Sinfonien unterschiedlicher Faktur, die auch unterschiedlich klingen sollen.

Die erste Lieferung legt die Latte hoch: Das Basler Orchester hinterlässt ausgezeichnete Eindrücke. Warm und geerdet klingt es dank fülligen Bässen, und zugleich herrschen eine Helligkeit und eine Transparenz, die dem Klang das Schwere nehmen und manche kontrapunktische Einzelheit ans Licht heben. Der interpretatorische Ansatz ist konsequent linear gedacht und stellt so ungefähr das Gegenteil dar, was Herbert von Karajan mit seinem voluminösen, auf die Vermischung der Farben zielenden Sound angestrebt hat. So kommt nirgends, auch nicht in dem stets sorgfältig gepflegten Forte, das gründerzeitlich auftrumpfende Selbstbewusstsein zur Geltung, das man so leicht aus der Musik Bruckners herauskitzeln kann.

Und die Streicher, die jederzeit vernehmbar bleiben, tragen Farben bei, wie sie bei Bruckner bisher kaum vertraut waren; oft wir mit wenig bis gar keinem Vibrato gespielt, was erschreckende Fahlheit erzeugt. Tatsächlich bezieht Venzago ganz natürlich Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis mit ein. Dazu gehört in erster Linie die Tempogestaltung – an die man sich gewöhnen muss. Die Siebte zum Beispiel hebt mit einem gebrochenen Dreiklang an, der in mehreren Schritten in die Höhe führt. Bei Venzago klingt das so, dass die erste Note als Ausgangspunkt eine Fermate bekommt, desgleichen der letzte als Ziel des Ablaufs, während die Bewegung eine deutliche Intensivierung bekommt. Das Gleichmass des Zeitverlaufs ist hier gebrochen zugunsten der Expressivität – ein Verfahren, das schon im Barockzeitalter galt und das die Pianisten an der Wende zum 20. Jahrhundert zum Exzess trieben.

So weit geht Venzago nicht, aber es nicht zu überhören, wie die Musik Bruckners durch die gestisch geschärfte Ausformulierung jeden Zug ins Monolithische und Repetitive verliert, vielmehr zu leben und zu atmen beginnt. Schade nur, dass es auch hier zu verkürzten Pausen kommt, weil der Dirigent der irrigen Meinung ist, er könne in einem Moment des Schweigens das Tempo ändern. Und bedauerlich, dass das Orchester nicht in der alten deutschen Manier aufgestellt ist, dass die beiden Geigengruppen also nicht links und rechts vom Dirigenten sitzen und die Echowirkung hörbar. machen. Dennoch: Ein so spannender Bruckner war schon lange nicht mehr zu hören."

October 2011 Georg Henkel, Musik an sich 10.2011

"INFORMIERTE SUBJEKTIVITÄT

Ein Bruckner-Zyklus, der mit überkommenen Aufführungstraditionen bricht und den neun Sinfonien ein neues Klangbild verpasst – das würde man doch am ehesten bei der historischen Aufführungspraxis erwarten. Hier aber legt ein normales Sinfonieorchester – das Baseler – unter einem ebenfalls nicht als Originalklangverfechter bekannten Dirigenten - Mario Venzago - den ersten Teil einer geplanten Gesamteinspielung vor. Und der enthält mit den Sinfonien Nr. 4 und Nr. 7 auch noch gleich zwei der beliebtesten Werke des Meisters, an deren Bewältigung der Brucknerianer gerne Maß nimmt.

Diese beiden Kompositionen aber klingen gleich von den ersten Takten an wirklich einmal anders. So anders, dass dagegen selbst ein Historist wie Philipp Herreweghe und das auf Originalinstrumenten spielende Orchestre des Champs-Élysées doch eher im Bruckner-Mainstream mitzuschwimmen scheinen. Herreweghe ist vor allem ein bedachtsamer und konzentrierter Sachwalter der Partituren und arbeitet – wie die meisten anderen Bruckner-Dirigenten – die großen architektonischen Blöcke sinnig und mit insgesamt flüssigen Tempi heraus und überlässt es ansonsten seinem Orchester, die Musik durch die transparente Farbigkeit neu zu beleuchten.

Venzago riskiert jedoch eine informierte Subjektivität, zu der er sich im vorbildlichen Beiheft ausdrücklich und mit überzeugenden Argumenten bekennt. Zu dieser Subjektivität gehören für ihn Sinnlichkeit, Sakralität, Auskosten von Momenten und Stimmungen. Einen Freibrief für Exzesse meint dies freilich nicht.

Der Dirigent nimmt Bruckners sparsame Auszeichnung der Partituren mit Tempo-, Agogik- und Dynamikangaben nicht als ehernes Gesetz, sondern als Vorlage für eine ebenso reflektierte wie intuitiv-musikalische Nachschöpfung. Wie bei Herreweghe steht diese Ansatz für eine Absage an überdimensioniertes Orchesterdonnern. Derlei gilt Venzago gar als gotteslästerlich! Das heißt nicht, dass die Musik bei ihm saftlos klänge. Freilich: Den irisierenden Streicherglanz der Wiener oder die schwarzerdigen Eruptionen der Berliner gibt es nicht zu hören.

Aber wie aufgelichtet hier das Stimmen- und Klangfarbenspiel hier erscheint! Das Baseler Sinfonieorchester lässt Bruckners Monumente lyrisch und blühend klingen. Venzago favorisiert das Klangbild Schuberts. So gelingt es ihm – auf konventionellen Instrumenten wohlgemerkt – eine erstaunlich Farbpalette in Bruckners Orchestermusik zu entdecken und viele Stimmbewegungen hörbar zu machen, die sonst im allgemeinen Rauschen untergehen. Wie archaisch und ‚primitiv‘ orchestriert ist Bruckners Sinfonik wirklich? Offenbar genauso archaisch und einfach, wie die Interpreten ihn empfinden und umsetzten. Das Archaische hat natürlich auch seine Reize. Wer würde schon auch Günter Wands wuchtige Kantigkeit und Klarheit verzichten wollen?

Bei Venzago werden dafür häufig Nebenstimmen sinnvoll betont und Vieles – wie der pointilistische Tanz der Holzbläser im Scherzo der 4. Sinfonie – hat man so noch nicht gehört. Die Bläserchoräle sollen z. B. nach Vorstellung Venzagos wie Männerchöre klingen – ein faszinierender Effekt, der auf historischen Instrumenten sicherlich auch sehr reizvoll wirken würde. Auch die ambivalenten Züge der Musik werden im Zuge dieser Demonumentalisierung vernehmbarer.

Manieriert klingt das nicht, sondern schlicht reich (was auch für das im Ganzen flachere dynamische Profil entschädigt). Weil der Dirigent sich nicht scheut, die vielen Episoden charaktervoll sich entfalten zu lassen, auch bei der Agogik ein taktstrichfreies Musizieren bevorzugt, gerät ihm die Musik wohltuend anders. Statt sich wie eine Staumauer dem Fluss der Zeit entgegenzustemmen, gibt sich die Musik diesem Fluss hin. So kommt überhaupt keine Langatmigkeit auf, der Hörer ‚fließt‘ einfach mit. Die Architektur verunklart das nicht, sondern verlebendigt sie vielmehr. So nehmen die von Hanslick bekritelten Riesenschlangen der 7. Sinfonie durch ihre organischen Bewegungen und die erstaunliche Vielgestaltigkeit für sich ein. Da scheint Bruckner Brahms näher als sonst üblich.

Ohne aus den Sinfonien Bruckners eine spätromantische Programmmusik zu machen, werden sie doch im Ganzen beredter, erzählender. Man kann verstehen, was Mahler an Bruckner fasziniert hat. Beim Scherzo der 4. Sinfonie gerät das pastoral getönte Trio wirklich zu einer Musette. Und im Finale der gleichen Sinfonie mutiert das 2. Thema durch eine plausible Veränderung des Grundtempos zu einer Polka. Da findet sich also schon deutlich jenes Stilgemisch, das Mahler dann in seinen eigenen Sinfonien auf die Spitze treiben sollte.

Venzago verweigert sich auch einem Kult pastoser Langsamkeit, der Feierlichkeit stimulieren soll. Er bekennt sich stattdessen zu einer ekstatischen Sinnlichkeit, die, ohne sich jemals hastig zu gebärden, die Musik von innen heraus zum Pulsieren und Strahlen bringt. Mendelssohn lässt grüßen.

Leider steht dem das etwas graue, in den tiefen Registern leicht mulmige Klangbild der Aufnahme entgegen. Vor allem die modernen Pauken neigen schnell zu einem undifferenzierten verwaschenen Klang. Hier wünschte man sich mehr Konturenschärfe. Und mitunter merkt man, dass die Instrumente gerne mehr geben würden, aber sich zugunsten des Gesamtklangs zurückhalten müssen. Auch hier würde man zum Vergleich gerne mal ein historisch bestücktes Ensemble hören.

Insgesamt eine Interpretation, die Lust auf Bruckners Musik und auf eine Fortsetzung macht. Auf dem übersättigten Klassikmarkt bedarf es noch viel mehr solch origineller Würfe!"

October 2011 Roland Wächter, DRS 2 10.2011

"KLASSIK - EIN NEUER BRUCKNER

Mit einem Paukenschlag eröffnet der Zürcher Dirigent Mario Venzago seine Bruckner-Gesamtaufnahme. Da, wo die Konkurrenz am grössten ist, stürzen er und das Sinfonieorchester Basel sich in den Kampf, nämlich mit den populären Sinfonien vier und sieben. Kämpfen, Schmettern, Dröhnen hat hier keine Platz; es geht um Singen und Tanzen, um elegantes Phrasieren und transparentes Gestalten – alles eingebettet in ein hervorragendes Klangbild."

2009/2010 Feedback after resigning from the Indianapolis Symphony Orchestra - in extracts

You have brought so much to the ISO, and still continue to nourishing the artistic growth of this orchestra and have taken the ISO to our highest artistic level of music making. I can't believe you are leaving us so soon and so suddenly!

Your superb musicality, creative vision and strong leadership brought the ISO to a point where it can now be considered a "major" symphony in more than name only.

I hope you will allow me to send my love and highest admiration for your great artistry and integrity.

You are one of the most special people on this earth. We treasure our past time together and look forward to future time together.

We were, are, will be your instrument. The ISO never betrayed you...
 
I just wanted you to know that you will be sorely missed!

I wanted to let you know that I so loved working with you…

There is no question that you have raised the quality of this orchestra to its highest level and to my knowledge, have maintained over the last 7 years, the love and respect of the orchestra.

Your orchestra LOVES you. (Which of course, does not surprise me
at all. ) 

Remember this:
1. You are a great conductor.
2. You have tremendous charisma both on the podium and off.
3. You have some of the most interesting interpretations of standard repertoire of anybody in the business.
4. Everybody that I know in the business has tremendous admiration for you and orchestras love to play for you.
 
Your impact in the state of Indiana is wide-spread, Mario—and the level of the ISO speaks LOUDLY to the impact you have had on them.  In my 20 years in this state, never have I heard them sounding as full, rich, and mature as they currently do; it is a credit to your musicianship and dedication to them that they are rising in artistic level, but that they themselves realize the potential growth and level of artistry to which they can aspire AND achieve.
 
You are an artistic treasure, Mario—and it is my honor and privilege to know you. 

We will miss you very much, and we thank you for all the wonderful music making that you have brought to our orchestra.
 
Thank you so much fort he wonderful work you did with our orchestra. It was a privilege for us to have you here.

Thank you for seven years of fruitful and challenging music-making with the Indianapolis Symphony Orchestra. It has never sounded better during my tenure with the orchestra than when you were on the podium. You raised us to new levels, and inspired us with your consistent thorough preparation and spirit of collaboration.

…your passion for music-making was contagious and reminded the players of why they embraced the art initially (many had long forgotten!); your gentle, kind and caring approach to the performers showed them they should treat one other in the same way; and your insistence on absolute excellence inspired them to rise above their individual abilities... 

You have so many wonderful and rare gifts as a conductor that I will miss. You are able to convince an orchestra to allow you to try something unusual and exciting with music we know by heart. You can skillfully coax the best music out of people who might need a little encouragement. You have incredible ears…

You are secure enough to admit when you have made a mistake. You make us laugh out loud in rehearsal.

You brought us to a different level of music-making-- we began listening and feeling the music together. I began to enjoy coming to work where I had previously dreaded it.

Under your leadership the orchestra has been built up to a level exceeding that at which we customarily played before, and for me personally your interpretations have expanded my musical horizons in a most exhilarating and liberating manner.

You have been such an important inspiration for me over the past years. I still can't believe that we are not going to have regular opportunities to work together. I'm going to miss you very much. I'll be very envious of the musicians in your next orchestra. I hope you're doing well. 

I just want you to know that there is not a day that goes by that I do not think of you.  You are missed greatly. 

I miss you.  What wonderful 'musical moments we shared'.  Too many to mention.
Love,

I have you to thank for so many wonderful things that have transpired in recent years. I miss you greatly and wish we could be working together here this week. I told you once before (and it was not hyperbole!) that you are my favorite conductor...by far! With much love

I just want you to know that there is not a day that goes by that I do not think of you. You are missed greatly.
I hope things are going well for you.

Dear Mario, we want you to know what wonderful energy and excitement you brought to the ISO, along with marvellous programming and musicality. My words cannot express how much we (and everyone here) will miss you. Thank you for sharing your very best with Indianapolis. We wish you well as you take your extraordinary talent to others in the world... Let your wonderful light shine – the world is waiting.

Dear Mario, I am embarrassed that it has taken me so long to put words on paper to thank you for the extraordinary gifts of both your artistry and the warmth of your personality that transcends anything that I have personally experienced, or could reasonably hope to experience in the future. Even the passing of close personal family members has not affected me so deeply. I know it would take an absolute miracle of God to have the privilege of performing with you again, but I pray for it anyway! My grateful heart,

 

April 2009 Jenny Berg, Basler Zeitung 3. April 2009

Glanzkonzert mit Mario Venzago

»» Es stimmte einfach alles: Ein hervorragend disponiertes Sinfonieorchester Basel, ein mitreissender Dirigent und eine charakterstarke Solistin entfachten am Mittwochabend ein musikalisches Feuerwerk

«Mario Venzago signiert nach dem Konzert seine CDs.» Wenn die Innentüren des Stadtcasinos mit solchen Schildern plakatiert sind, dann muss ein echter Star auf der Bühne stehen. Wie etwa Rudolf Buchbinder. Oder Sarah Chang. Oder eben Mario Venzago. Seit der Zürcher sich vor sechs Jahren von seinem Chefposten beim Sinfonieorchester Basel verabschiedet hat, kommt er zu gelegentlichen Gastspielen zurück – und wird zu Recht gefeiert. Nicht nur, dass sich sein Gute-Laune-Strahlen, mit dem er die Bühne im Laufschritt erstürmt, auf die Musiker überträgt. Auch seine agilen, federnden Bewegungen scheinen aus dem Orchester einen so beweglichen, stets fein justierten Klang herauszukitzeln, wie man ihn selten hört. Schon mit Haydns «Feuersinfonie» gelang ein fantastischer Konzerteinstieg. Jede Nuance in der Lautstärke, die Venzago forderte, jede Differenzierung des Tempos, jede individuelle Betonung setzte das klein besetzte Orchester um, näherte sich mit vibratoarmen Melodien und leichten Strichen der historischen Aufführungspraxis, ohne den weichen, glänzenden Klang der modernen Instrumente zu verleugnen.

POINTIERT. Auch in Prokofjews erstem Violinkonzert meisterten sie den komplexen Orchesterpart mit höchster Akkuratesse. Und mit der jungen Lettin Baiba Skride spielte eine charakterstarke Interpretin, der die flotten Tempi Venzagos offensichtlich zusagten und die eine breite Palette an Artikulationen und Klangfarben aus ihrer Stradivari hervorzauberte. Nach einem kurzen Zwischenspiel mit Luigi Nonos «Incontri», die Venzago dem Publikum in einer sympathischen Ansprache zu erklären und ihm die Scheu vor der Zwölftonmusik zu nehmen versuchte, folgte Schumanns vierte Sinfonie. Und auch hier offenbarten die über hundert Musiker, wie atmosphärisch der Beginn, wie liedhaft rezitierend die Romanze, wie präzis fokussiert das Scherzo und wie transparent das ungestüme Finale klingen kann. Das war absolute Spitzenklasse, musikalische Höchstspannung von der ersten bis zur letzten Note. Ein Jammer, dass keine Tournee dieses meisterhafte Konzerterlebnis in die Welt hinausträgt.

Oktober 2007 Tom Aldrich, Nuvo, Oct 5. - 6.

"I fell in love with Beethoven’s Symphony No. 9 in D Minor, Op. 125 (“Choral”), at (ironically) age nine and have remained under its spell ever since. The Ninth’s power, energy, beauty, gargantuan size and scope (certainly for 1824 — its world-premiere year) and its use of the human voice for a chorale tune now universally known and loved have made it a must attend for concertgoers all over the world.
Beethoven’s mightiest symphonic opus also is a mighty challenge — a prime interpretive case study — for conductors. ISO music director Mario Venzago’s 2005 reading of it was far different from this one, and that contrast strongly favors the latter. To put it succinctly, this was the most exciting, rewarding Ninth I’ve ever experienced in live performance. "

"A Ninth taking scarcely an hour to play, with one Scherzo-repeat omitted! That’s what Venzago gave us, tempo-wise. (Traditional performances have run about 70 minutes.) Throughout the three instrumental movements, he made audible for us all those beautiful wind/horn parts, along with the first movement and the Scherzo’s inexorable energy: We were caught up in a whirlwind—one which occasionally moved the players into a slightly ragged, runaway mode. But each time Venzago quickly reestablished control, one which remained relentlessly constant throughout the Scherzo, along with nice dynamic inflections within those incessant triplet figures. "

"The Ninth was preceded by the ISO’s maintaining its performing excellence standard in Ravel’s popular Daphnis et Chloe Suite No. 2. He made good use of the choristers with their wordless “Ahh’s,” (since they happened to be standing there anyway). "

October 2007 Tom Aldrich, Nuvo, Oct 5. - 6.

"I fell in love with Beethoven’s Symphony No. 9 in D Minor, Op. 125 (“Choral”), at (ironically) age nine and have remained under its spell ever since. The Ninth’s power, energy, beauty, gargantuan size and scope (certainly for 1824 — its world-premiere year) and its use of the human voice for a chorale tune now universally known and loved have made it a must attend for concertgoers all over the world.
Beethoven’s mightiest symphonic opus also is a mighty challenge — a prime interpretive case study — for conductors. ISO music director Mario Venzago’s 2005 reading of it was far different from this one, and that contrast strongly favors the latter. To put it succinctly, this was the most exciting, rewarding Ninth I’ve ever experienced in live performance. "

"A Ninth taking scarcely an hour to play, with one Scherzo-repeat omitted! That’s what Venzago gave us, tempo-wise. (Traditional performances have run about 70 minutes.) Throughout the three instrumental movements, he made audible for us all those beautiful wind/horn parts, along with the first movement and the Scherzo’s inexorable energy: We were caught up in a whirlwind—one which occasionally moved the players into a slightly ragged, runaway mode. But each time Venzago quickly reestablished control, one which remained relentlessly constant throughout the Scherzo, along with nice dynamic inflections within those incessant triplet figures. "

"The Ninth was preceded by the ISO’s maintaining its performing excellence standard in Ravel’s popular Daphnis et Chloe Suite No. 2. He made good use of the choristers with their wordless “Ahh’s,” (since they happened to be standing there anyway). "

September 2007 5 stars; Hilbert Circle Theatre, Sept. 29-30.

"…Venzago then completely redeemed himself with what is simply the best reading I’ve ever heard of Richard Strauss’ massively scored, lengthy tone poem Ein Heldenleben (A Hero’s Life), Op. 40 (1898). Energetic, precise, beautifully balanced and nuanced, our “hero,” in reality the composer himself, came to “life” with more zest than I formerly believed “he” could."

September 2007 Tom Aldrich, Nuvo, September 28, 2007
WHITNEY SMITH WHITNEY.SMITH@INDYSTAR.COM

"Strauss and Hadelich are ISO standouts "

"The Indianapolis Symphony Orchestra demonstrates a masterful command of a Richard Strauss tone poem in this week's Classical Series program, which also features a quietly virtuosic debut by Augustin Hadelich, a European violinist with local ties. "

"When ISO Music Director Mario Venzago has discussed the German composers who might be considered specialties of his, Ludwig van Beethoven and Robert Schumann have come up, but maybe Richard Strauss ought to be added. Venzago's interpretation of Strauss' symphonic tone poem "Death and Transfiguration" was extraordinary.
The ISO played "Death and Transfiguration," which chronicles an artist's painful, nostalgic and finally resplendent passing, with great depth and compassion.
Venzago coaxed expressiveness and orchestral coloring from every phrase in the Strauss, whether it was the faint rhythmic figure in the violas and timpani representing a fading heartbeat, the agitated low strings and furious brass depicting the anguish of illness, or the final, ethereal calm. The performance was definitely the highlight, even on a program with an agreeable guest soloist. "

April 2006 Hans Renström, Volvo chairman in charge of cultural affairs 11.4.2006

"...Again, tell Mario that his performance yesterday was World Class!"

February 2006 Lars-Erik Larsson, Skånska Dagbladet 2006-02-18

Triumph for Mario Venzago.

“...Mario Venzago’s reading of Don Juan was something one didn’t want to miss. He lifted the orchestras to incredible heights, the sound was wonderful and the glow and the coloring of the story of the tragic Don Juan really unique”

“Mario Venzago showed another side in the reading of Wilhelm Stenhammar’s Serenade in F. The orchestral treatment was of the same high class; but here the colours were more subdued and the intellectual analysis dominated. The result was a reading, thorough in every bar with all subtle nuances will taken care of; it was a pleasure to enjoy. And the orchestra must have been satisfied too, they honoured Mario Venzago with a fanfare.”

January 2006 Magnus Haglund, Göteborgs-Posten 21 January 2006

Wagner Tristan und Isolde, Liebestod
Schumann Symphony No. 4, “Spring”
Stravinsky The Firebird
Mario Venzago & GSO

“The Warmness of the reading touches the most”

“The introductory piece should have been Debussy’s Symphonic Suite Spring, but, due to the demise of Birgit Nilsson, the orchestra chose another first piece, Isoldes Liebestod from Wagner’s Tristan und Isolde. The conductor Mario Venzago asks the audience not to applause after the performance. The dense silence following becomes a continuation of the music, where memory, time and ambience melt together.
This communicative and transcending silence also seems to affect the playing of the rest of the evening. There is a gravity and familiarity in the readings of Schumann’s Fourth Symphony and The Firebird by Stravinsky. The lightness in Schumann, the quick associations of the faintly outlined, the thin orchestration that covers such strange rhythmical displacements, here floats in the upper regions. Not the Romantic aesthetic as a cult-following of the genius, or a wrestling with the Beethoven heritage. Rather a talk between friends out-doors, with quite some space between the notes.
The same thing with Stravinsky, who’s performed with a basically French sound, as if Ravel was on the outer edges. The reading becomes a triumph of musicality. The energies are set free and the rhythm becomes a living and flexible complexity rather than an exact, chiselled-out set of differences (which is not unusual in performances of Stravinsky). It doesn’t sound static but loving, and some of the orchestral contributions, such as the solos by bassoon and flute, are exquisitally shaped. It’s in moments like these that it’s obvious what a fine orchestra the Gothenburg Symphony is, when the music is breathing and something comes to life that wasn’t apparent before. It’s a magnificent Firebird, elegant but not the least frivolous.”

October 2005 Martin Nyström, Dagens Nyheter

Wow – what a brave jubilee
The Gothenburg Symphony Orchestra is celebrating its centenary with a work that no other orchestra would dare to include.

[selected parts of the review:]

""The silence needs your support", says Mario Venzago to the audience… Nono’s work is quite a test, one of the hardest in modern orchestral music, with its lack of hierarchies, its extreme nuances and a pulse so slow that it borders to the measurable. But as it turns out it’s not hard to accept Venzago’s invitation. The sounds from the orchestra, which is dispersed in the room, fills the hall with energy in a way the Gothenburg audience never before has experienced. And it’s quite obvious that one, during a concert, can withstand the thought that nothing in this world is definite. That the Gothenburg Symphony Orchestra chooses a work by Nono as the main item on its 100th anniversary is nothing short of a sensation. Few, if any, symphony orchestras in the world would dare to do something similar. But that is a proof of the fearless, intellectual atmosphere that the Swiss Mario Venzago has contributed to. To enclose Nono with two keyboard concertos by Bach (No. 1 in D minor and No. 5 in F minor) creates yet another dimension. A vision of the future from Venzago and the orchestra with the message that the relationship to tradition must, continually, include taking risks and resemble an unending dialogue.”

[conclusion:]

"Seldom has a simple wow seemed so well-deserved"

September 2005 Magnus Haglund, Göteborgs-Posten 3 September 2005

Adams Short Ride in a Fast Machine
Janácek Jealousy & Sinfonietta
Prokofiev Violin Concerto No. 2
Mozart Violin Concerto No. 4
Mario Venzago & GSO
Frank Peter Zimmermann violin

”With another kind of musicality”

“The elated mood continues in the brilliant reading of Janácek’s Sinfonietta where one hears that the orchestra under Venzago’s supervision really has worked with the details. The richness of this varied music is presented in a superb way: music as a swarming society, with countless voices and colliding energies.”

Baltimore Sun

Whenever Mario Venzago is on the podium, something distinctive invariably happens.

Göteborgs Posten - nach Mario Venzago´s Antrittskonzert

Anything can happen, anything is possible: "A sense of adventure... does it lead to the wild or the classical, the careful or the experimental? Or all at once?"

Gidon Kremer

Lieber Mario!
Auch ich will mich ganz herzlich bei Dir bedanken. Du warst WUNDERBAR! Ich hoffe sehr, dass unsere Wege sich bald wieder kreuzen. So oder so - es ist mir eine Freude Dich zu kennen und mit dir Musik zu machen. Das wird so bleiben!

Chris Walton, Zentralbibliothek der Universität Zürich, Schoeck Experte und Autor

Ich finde Ihre Schoeck-Aufnahmen (und dies kann ich wohl jetzt sagen, wo ich tausende von Meilen entfernt und nicht mehr “involviert” bin, ohne der Schmeichelei beschuldigt zu werden) einfach ideal; kein Dirigent hat mir beim Schoeck besser gefallen.

April 2003 Malcolm H.Brown, professor emeritus of Musicology Indiana University Bloomington

"The ISO's performance of the Shostakovich 4th Symphony was terrific. I've never heard the orchestra do a better job on anything. It's a piece that poses lots of problems putting it across, not the least of which is its monumental length. But (conductor Mario) Venzago absolutely understood exactly how to pace it, balance the orchestral parts, emphasize the textural and instrumentals contrasts . . . It was stupendous. I found it notable that the audience around us appeared to be completely caught up in the drama of the musical experience. No nodding heads. No shifting in seats. It ends with one of the most prolonged codas ever written, as if the composer wasn't sure exactly how to dissipate the moment of such a lengthy work. The coda very, very gradually peters out, evaporates. The audience was transfixed, not a sound to be heard anywhere, as if everybody had breathed in halfway and just stopped breathing. Unbelievably profound."